Stil - Erläuterungen

 

Goshin-Jitsu

Kunst der Selbstverteidigung:

Goshin-Jitsu ist eine Selbstverteidigungs-Kunst auf der Basis des Jiu-Jitsu bzw. Ju-Jitsu, einer der ältesten überlieferten SV-Techniken Japans. Ergänzt ist diese waffenlose „sanfte Kunst“ aber mit Anwendungen von verschiedenen Hilfsmitteln und „Waffen“– wenn auch teilweise situationsbedingt mit „Gegenständen des täglichen Gebrauches“. Und auch mit extrem harten knappen Nahkampftechniken, die natürlich nicht aus dem Regelwerk des Wettkampfsportes stammen können, dafür tauglich für „die Straße“ und in „Zivilkleidung“ sind. Trotz der angestrebten Vielseitigkeit definieren wir auch in der SV die einzelnen Grundlagen aus den traditionellen Stilrichtungen, wie z. B. aus dem Stockkampf Hanbo-Jitsu.

Außerdem kommen je nach SV-Situation Elemente aus weiteren „bewaffneten Künsten“ zur Anwendung, wie z. B. die Faustwaffe „Kubotan“ – kürzester Stock (evtl. Kugelschreiber) und der „Polizei-Schlagstock“ „Tonfa“ aus dem Bereich Kobudo bis hin zu Gebrauchsgegenständen von Schal über Gürtel bis zur Bereitschaft, alle Gegenstände zur Selbstverteidigung zu nutzen, die sich in Reichweite befinden.

Wir nutzen vielfältige Erfahrungen unserer Trainer: Goshin-Jitsu, Karate, Hanbo-Jitsu, Tang Soo Do, Aikido, Einsatz- und SV-Trainings, und natürlich vor allem Grundschule aus Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Ju-Jitsu. Als Überbegriff und Schwerpunkt steht hier also GOSHIN (= allg. Selbstschutz), und nicht eine einzelne abgegrenzte Stilrichtung. Das Dojo (die Ortsgruppe) ist Mitglied in verschiedenen Budo-Verbänden, z. B. Kokusai Budokan Renmei „KBR“ – Internat. Vereinigung von Kampfkunstschulen / International Martial Arts Schools Association. Dadurch stehen Ihnen regelmäßig überregionale und internationale SV- und Budo-Seminare offen. Hier können Sie sich in „Ihrer“ Disziplin bei Meistern aus verschiedenen Dojos weiterbilden, aber auch mal „über den Tellerrand“ schauen und andere Stilrichtungen kennenlernen. Für die Selbstverteidigung ist es von großem Vorteil, wenn man gelegentlich auch mit Wettkampf-Spezialisten von Judo über Karate und Tae-Kwon-Do bis Kickboxen Kontakt haben und deren Möglichkeiten von Sport und Artistik bis „Straßenkampf“ kennenlernen kann.

Kobudo

Umgang mit verschiedenen Waffen-Gegenständen:

Im Rahmen des Trainings arbeiten und befassen wir uns mit verschiedenen Gegenständen die als Waffen dienen und als diese eingesetzt werden können.

Langstock, Sai Gabel, Tonfa, Kama, Messer, Schwert, Palm Stick, Kugelschreiber u.s.w.

Das Wort Kobudo beschreibt ein Kampfkunstsystem, das in der Hauptsache Werkzeuge und Alltagsgegenstände als Waffe benutzt.

Das Wort selbst ist zusammengesetzt aus dem Wort Ko (klein oder alt), Bu (Kurzform für Bushi, was soviel bedeutet wie Krieger) und Do (Weg oder Kunst).

Es kann somit übersetzt werden, als kleine Kunst des Krieges. Klein deshalb, weil es Waffen verwendet, die nicht extra für das Kämpfen konstruiert worden sind, sondern Werkzeuge, oder Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind. So war das Bo ein Wanderstab, oder diente zum Tragen von Lasten. Aber obwohl sich das Kobudo auf Waffen konzentriert, beinhaltet es auch waffenlose Techniken. So kann man Kobudo als Kampfkunst sehen, die alles als Waffe verwendet was dafür geeignet ist, egal ob es ein Hammer ist, oder die Faust.

Jiu Jitsu

Effektive Selbstverteidigung:

„die sanfte Kunst“

Als Selbstverteidigung (SV) vom Begriff her die Beschreibung des Grund­prinzipes „Kraft mit Kraft“ anstelle von „Kraft gegen Kraft“. Also „SIEGEN DURCH NACHGEBEN“.

Jiu-Jitsu konzentriert sich als SV-Stilrichtung auf die waffenlose Selbstverteidigung. Flexibilität und Nachgiebigkeit soll dabei helfen, die Energie und Kraft des Angreifers für sich zur Abwehr zu nutzen und ggf. wieder gegen ihn zu verwenden.

Jiu oder Ju  =  sanft, geschmeidig, nachgeben im Sinne von ausweichen

Jitsu  =  Technik im Sinne von Kunst, Kunstfertigkeit, praktische Ausführung

Jiu-Jitsu zählt zu den ältesten überlieferten Kampfkünsten Japans. Es setzt sich aus folgenden Teilbereichen zusammen, die in verschiedenen Schulen (Ryu, Dojo) auch oft unterschiedlich gewichtet wurden:

  • Schlag- und Tritt-Techniken (atemi-wasa)
  • Festlege- und Transport-Techniken (torae-wasa und osae-wasa)
  • Würge- und Strangulatonstechniken (shime-wasa)
  • Wurftechniken (nage-wasa)
  • Gelenkausrenk- und -Verdrehtechniken (kansetsu-wasa)
  • Nervendruck und –presstechniken (Yawara, Yaware)

Nach der japanischen Geschichtsschreibung wird heute offiziell der Chinese Chin Gempin als Begründer des Jiu-Jitsu bezeichnet. Meister Gempin übersiedelte 1638 nach Japan, wo er sich mit der Kampfkunst Verdienste erwarb und 1650 in den Samurai-Stand erhoben wurde.  Trotzdem gilt es als sicher, dass bereits lange vor diesem Datum Kampfkunstexperten aus China in Japan Zuflucht fanden und dort ihre Kampftechniken bei den adeligen Samurai, aber auch bei den niedrig gestellten Ninja-Clans lehrten.

Verschiedene traditionelle und heute noch existierende Schulen (z. B. Tenchin Shinyo-ryu, Takenouchi-ryu, Kito-ryu, Sekiguchi-ryu) spezialisierten sich auf einzelne Teilbereiche, so dass auch das klassische Jiu-Jitsu in sich keine exakt definierte Stilrichtung darstellt. „Modernere“ Ableger, wie z. B. das „Brasilian Jiu-Jitsu“ oder das deutsche „Ju-Jutsu“ haben sich selbst definiert und arbeiten innerhalb selbständiger Landesverbände mit eigenen Prüfungs- und Wettkampfrichtlinien.

Tang Soo Do

Koreanisches Karate:

 Tang-Soo-Do setzt sich aus den selben japanischen Schriftzeichen (Kanji) zusammen wie Karate-Do. Man könnte sagen, es handelt sich um eine koreanische "Karate-Stilrichtung".

> Inhalte des TSD (u.a.) :

·         Schlag und Stoßtechniken mit Hand und Fuß.

·         Traditionelle Formen

·         Waffen und Waffenformen

·         Selbstverteidigung in Grundformen

·         Bruchtest

·         Freikampf im Leichtkontaktsystem

Das traditionelle Kampfkunstsystem des Tang Soo Do stammt aus Korea und hat seine Wurzeln im Soo Bahk Bop und Tae Kyun.

Großmeister Hwang Kee, der Tang Soo Do entwickelte, ist ein ungewöhnlicher Kampfkunstexperte. Bereits im Alter von 22 Jahren erreichte er schon die Meisterschaft in Soo Bahk Do sowie auch in Tae Kyun. In diesem Alter reiste er 1936 von Korea ins nördliche China und traf dort auf eine chinesische Kampfartistik, genannt die 'Tang Methode' und entwickelte das heute bekannte Tang Soo Do.

Tang Soo Do ist kein Kampfsport, sondern eine Kampfkunst, da es zu seiner vollendeten Beherschung nicht nur jahrelange Übung, sondern auch Kreativität und Sinn für Harmonie bedarf. Der sportliche Aspekt dient dem körperlichen Ausgleich und somit dem ausgewogenen inneren Gleichgewicht.

Shinkendo

Japanische Schwertkampf Kunst:

·         Suburi:

Schwertschwingübungen, vielfältige Trainingsformen die Körper und Schwertbewegungen in Einklang bringen.

·         Battoho:

Kämpferische Form des Schwertziehens. 5 Hauptmethoden des Schwertziehens folgen unterschiedlichste Szenarien der kämpferischen Auseinandersetzung an deren Ende das Zurückstecken der Waffe steht.

Die Tradition der Samurai und des BUDO kennt schon lange die Kunst des Schwertziehens. Seine Blütezeit erfuhr es in der relativ friedlichen Zeit der Edo-Epoche (ca. ab 1600). Da war es als Battojutsu oder Iaijutsu bekannt und wandelte sich in der Neuzeit zu der meditativen, intellektuellen Übung des Iaido um.

·         Tanrengata:

Verschiedene Übungsformen, die alleine geübt werden und alle Techniken in immer schwierigeren und fließenden Formen verbindet. Imaginärer Kampf gegen mehrere Gegner, der einzig tatsächlich vorhandene Gegner ist die eigene Unvollkommenheit.

·         Tachi - Uchi:

Ein komplexes System von Partnerübungen / Kontaktkampf mit dem Bokken bzw. Bokuto (Holz-Übungswaffe).

·         Tameshigiri:

heißt so viel wie Testschnitt oder Schwertprobe. Das Überprüfen der Fähigkeit, mit einem echten, scharfen Samuraischwert (Katana) schneiden zu können. Auch als "Schwerttest" zur Prüfung der Tauglichkeit einer Klinge.

Qi Gong / Tai Chi

Sanfte Gymnastik und Bewegungsformen:

Im Rahmen des Auf.- und Abwärme Trainings, arbeiten wir zur Erwärmung und Entspannung regelmäßig mit meditativen Übungen aus dem Yang Stil (der Unüberwindbare).

Die Formen sind fließende und harmonische Bewegungen, die auf langsame Weise, ohne Anstrengungen ausgeführt werden und auf dem Ying und Yang basieren.